Inhalt:

Verstopfung

Meist ist die Verstopfung Folge einer für das Kind ungeeigneten Ernährung. Dabei kann keine allgemeine, dogmatische Richtlinie, was eine "gute Ernährung" ist, aufgestellt werden. Vielmehr gilt es heraus zufinden, welche Nahrung dem Kind guttut und von ihm - vielleicht nach einer anfänglichen Gewöhnungsphase - auf Dauer gerne gegessen wird. Manche Kinder vertragen Kuhmilch schlecht. In diesem Fall ist der morgendliche Kakao nicht hilfreich. Zuviel Fleisch und Zucker und zuwenig Gemüse und Vollkornprodukte fördern bei fast allen Kindern die Verstopfung.

Notwendig ist ein geregelter Lebensrhythmus und ausreichend Zeit für den Stuhlgang. Hier können die Eltern pädagogisch eingreifen. Zahlreiche weitere Ursachen, von seltenen Störungen des Enddarmes bis hin zu psychischen Ursachen, erfordern eine gründliche ärztliche Untersuchung.

Als Eltern können Sie zunächst einen geregelten Ernährungsryhthmus (drei Hauptmahlzeiten und ein bis zwei Zwischenmahlzeiten) einführen und das "Zwischendurchessen" beenden. Diätetisch ist die warme Suppe (mindestens einmal täglich) die wichtigste Verdauungshilfe (möglichst auf der Basis von Gemüsebrühe). Arzneimittel können helfen, die großen Verdauungsdrüsen des Oberbauchs und die Darmaktivität anzuregen. Für die Selbstmedikation geeignet ist Aquilinum comp., (3 x 3 - 7 Globuli tgl.) und Ebereschen-Elixier (2 x tgl. 1 Tee- bis 1 Eßlöffel in Mineralwasser).

Bei Kleinkindern kommt es öfter durch harten Stuhl zu feinen Schleimhautverletzungen im Enddarmbereich oder am Schließmuskel. Dies führt zu Schmerzen bei der Darmentleerung und in der Folge zu zunehmender Stuhlverhaltung: ein Teufelskreis entsteht. Hier bewährt sich neben einer entsprechenden Diät die Gabe von Mercurialis comp., Supp. (tgl. abends 1/2 - 1 Zäpfchen für 10 - 14 Tage), um wieder einen schmerzfreien und regelmäßigen Stuhlgang zu erreichen.


Diese Informationen stellen keinen Ersatz für die professionelle Beratung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte dar. Der Inhalt von www.hirschapotheke-schopfheim.de kann und darf nicht dazu dienen, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen. Medikamente sollten niemals ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker eingenommen werden.
nach oben