Bei einer Erkältung wird der Wärmeorganismus durch die Umgebungstemperatur überrumpelt. Daher ist die Pflege der Wärmehüllen die erste vorbeugende Maßnahme. Vor allem Säuglinge verfügen noch nicht über eine stabile Wärmeregulation. Gerade bei ihnen ist der Wärmeverlust über den Kopf aufgrund der im Verhältnis zum übrigen Körper großen Oberfläche noch besonders stark. Es ist daher besonders bei Säuglingen und Kleinkindern wichtig, auf angemessene Kleidung und insbesondere auf das Tragen einer Mütze zu achten. Aber auch durch eine ÖI-Einreibung kann die Wärmehülle gestärkt werden. Hier hat sich Malvenöl besonders bewährt, das bevorzugt im Kindesalter verwendet wird. In der Erkältungszeit kann Holunderblüten-Elixier (1 - 3 mal täglich ein Tee-/Eßlöffel unverdünnt oder in Lindenblütentee mit etwas Zitronensaft) vorbeugend oder auch unterstützend gegeben werden. Bei ersten Grippezeichen gibt man größeren Kindern Meteoreisen/Phosphor/Ouarz (3 x 5 Globuli). Bei Grippe unterscheidet man verschiedene Formen: Die "Kopfgrippe" mit Kopfschmerzen, Schwäche, evtl. Zittrigkeit und Infekten der oberen Luftwege spricht gut auf Gelsemium comp. (3 x 3 - 5 Globuli) an. Bei einer "Bauchgrippe", die mehr mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfällen einhergeht, empfiehlt sich die Gabe von Aconitum/China comp. (3 - 6 x 3 - 5 Globuli) oder Aconitum/China comp., Supp. für Kinder (1 - 2 x täg lich ein Zäpfchen). Um den Heilungsverlauf nicht unnötig zu verzögern, sollte die bei Erkrankungen oft so wichtige Bettruhe (ohne Kassetten, Radio und Fernseher) eingehalten werden. Der nach einer Grippe noch lang andauernde Husten oder Schnupfen ist oft auf nicht ausreichende Ruhe während der akuten Krankheit zurückzuführen.
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