Die Notwendigkeit eines Arztbesuches und die Bedeutung der Flüssigkeitszufuhr ist beim Durchfall prinzipiell die gleiche wie beim Erbrechen. Liegt ein unkomplizierter Durchfall oder Brechdurchfall jenseits des Säuglingsalters vor, kann dieser durchaus zunächst im Rahmen der Selbstmedikation behandelt werden. Hierbei ist eine strenge Diät (z. B. Reisschleim oder Karottengemüse), die über einen genügend langen Zeitraum eingehalten wird (auf jeden Fall etwas länger, als der Durchfall bestanden hat) und eine vorsichtige Rückkehr zur normalen Ernährung besonders wichtig. Erst zu allerletzt sollten Vollmilch, Kakao, fette Speisen und Süßigkeiten wieder auf dem Speiseplan erscheinen. Als Grundbehandlung ist, wie beim Erbrechen, die Gabe von Elektrolytlösung und Bolus alba comp. N, 1/2 - 1 Teelöffel/Tag (in der gesamten Tagestrinkmenge gelöst) hilfreich. Da der Durchfall nicht selten mit Bauchschmerzen und vor allem mit Kreislaufschwäche kombiniert sein kann und diese ihrerseits das Trinkverhalten entscheidend verschlechtern, ist allgemein die Behandlung mit Veratrum comp. (5x5 Globuli) bis zum vollständigen Abklingen der Symptome zu empfehlen. Die Kombination dieser Medikamente hat sich in der Praxis ausgezeichnet bewährt!