In der Kindheit sind Bauchschmerzen ein häufiges und vieldeutiges Symptom. Meist handelt es sich nicht um eine schwerwiegende Störung. Das Kind nimmt sehr viel intensiver als der Erwachsene im Bereich des vegetativen Nervensystems wahr. Dies führt dazu, daß bei seelischen und leiblichen Irritationen gleichermaßen über Bauchschmerzen geklagt wird, ohne daß eine ernsthafte Organerkrankung vorliegt. Wann muß ein Kind vom Arzt untersucht werden? Grundsätzlich dann, wenn:
Handelt es sich um deutliche Schmerzen, ohne daß eine ernsthafte organische Krankheit vorliegt, ist zu nächst Belladonna/Chamomilla (stündlich 5 Globuli, bei Besserung seltener) zu empfehlen. Bei Blähungskoliken ergänzt man diese Behandlung mit Carum corvi comp., Supp. für Kinder. Krümmt sich das Kind bei jeder Schmerzattacke auffallend zusammen (wodurch sich der Schmerz etwas lindert), gibt man anstelle von Belladonna/Chamomilla besser Chelidonium/ Colocynthis in gleicher Dosierung. Ist das Kind seelisch, insbesondere durch Schockereignisse belastet, sollte der Oberbauch abends mit Oxalis e planta tota W 10% Oleum im Uhrzeigersinn eingerieben und zart massiert werden. Treten die Bauchschmerzen in Folge einer Verstopfungs-neigung auf (siehe auch unter Verstopfung), so ist neben einer entsprechenden Diät Nux vomica/Nicotiana comp. gemeinsam mit Aquilinium comp. (jeweils 3 x 5 Globuli) über einige Wochen zur Regulierung der Darmtätigkeit zu empfehlen.
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